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Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Transidenten - auch durch den deutschen Staat, bitte!
Vergangene Woche haben Gerichte in Kalifornien und in Mexiko-Stadt die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als legitim erklärt. Wir, das Jugendnetzwerk Lambda e.V., begrüßen diese Entscheidungen, die wegweisend sind für alle weiteren Entscheidungen hinsichtlich der Öffnung der Ehe weltweit.

In Deutschland dagegen werden Schwule, Lesben und Transidente durch die Gesetzgebung noch immer diskriminiert: Zwar besteht in Form der „Eingetragenen Partnerschaft“ eine gesetzliche Basis zu "heiraten", wichtige Rechte werden Schwulen, Lesben und Transidenten aber weiterhin verwehrt.

So gibt es keine generelle Möglichkeit der Adoption durch eingetragene Partner_innen, sondern lediglich die Erlaubnis, das leibliche Kind des_r Partners_in zu adoptieren. Außerdem bestehen vor allem im Steuerrecht noch weitreichende Unterschiede zwischen den Rechten eingetragener Partner und heterosexuellen Eheleuten.

Daher fordern wir, das Jugendnetzwerk Lambda e.V., mit Blick auf die aktuelle Öffnung der Ehe in Kalifornien und in Mexiko-Stadt, aber auch auf die schon länger bestehende Gleichstellung in Ländern wie Belgien, den Niederlanden oder Spanien, nicht nur die rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe in allen Bereichen, sondern eine generelle Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Sollte die bisherige sprachliche Trennung zwischen homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften fortgeführt werden, wird die bisherige Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transidenten weiter fortgesetzt.

Eine Öffnung der Ehe und damit eine vollständige Anerkennung der Identität und Lebensweise von Schwulen, Lesben und Transidenten durch den Staat ist unerlässlich, um einer Diskriminierung ebendieser entgegenzuwirken.
 
Schwule und Lesben auf die Straße? Aber ja - jetzt erst recht!

Junger Radio-Talk kokettiert mit schwul-lesbischen Themen und verpasst eine große Chance

Stellungnahme zur Ausgabe der Radiosendung "LateLine" vom Dienstag, den 19.7.2010 mit dem Thema "Schwule und Lesben auf die Straße?". 


Müssen Schwule und Lesben in Deutschland heute noch für ihre Rechte auf die Straße gehen? Oder sind CSDs inzwischen nicht eher wie ein buntes Straßenfest?

Diese und ähnliche Fragen stellte Moderatorin Caroline Korneli sich und ihrer  Hörerschaft in einer Ausgabe des Jugend-Talkradios "LateLine" am vergangenen Dienstag.

Die Sendung, die laut eigener Aussage "Denken verursacht", griff damit im Kontext der laufenden CSD-Saison ein durchaus spannendes, wichtiges und kontroverses Thema auf – ihrem eigenen Anspruch wurde sie dabei leider nicht gerecht.


Nach einem inhaltlich nur mäßig wertvollen Einstiegsgespräch mit dem bisher einzigen, offen schwulen Fußballer Markus Urban, der diese Plattform wie gewohnt professionell zur Bewerbung seines Buches nutzte, wandelte sich die Sendung zu einem über weite Strecken inhaltslosen und betont liberalen Plausch ohne besonderen Tiefgang.

Dass Caroline Korneli dabei selbst bisweilen die größten homosexuellen Klischees vom Stapel ließ, schien die unvorbereitet wirkende Moderatorin gar nicht zu bemerken.

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