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Vergangene Woche haben Gerichte in Kalifornien und in Mexiko-Stadt die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als legitim erklärt. Wir, das Jugendnetzwerk Lambda e.V., begrüßen diese Entscheidungen, die wegweisend sind für alle weiteren Entscheidungen hinsichtlich der Öffnung der Ehe weltweit.
In Deutschland dagegen werden Schwule, Lesben und Transidente durch die Gesetzgebung noch immer diskriminiert: Zwar besteht in Form der „Eingetragenen Partnerschaft“ eine gesetzliche Basis zu "heiraten", wichtige Rechte werden Schwulen, Lesben und Transidenten aber weiterhin verwehrt.
So gibt es keine generelle Möglichkeit der Adoption durch eingetragene Partner_innen, sondern lediglich die Erlaubnis, das leibliche Kind des_r Partners_in zu adoptieren. Außerdem bestehen vor allem im Steuerrecht noch weitreichende Unterschiede zwischen den Rechten eingetragener Partner und heterosexuellen Eheleuten.
Daher fordern wir, das Jugendnetzwerk Lambda e.V., mit Blick auf die aktuelle Öffnung der Ehe in Kalifornien und in Mexiko-Stadt, aber auch auf die schon länger bestehende Gleichstellung in Ländern wie Belgien, den Niederlanden oder Spanien, nicht nur die rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe in allen Bereichen, sondern eine generelle Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Sollte die bisherige sprachliche Trennung zwischen homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften fortgeführt werden, wird die bisherige Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transidenten weiter fortgesetzt.
Eine Öffnung der Ehe und damit eine vollständige Anerkennung der Identität und Lebensweise von Schwulen, Lesben und Transidenten durch den Staat ist unerlässlich, um einer Diskriminierung ebendieser entgegenzuwirken. |